Die Süddeutsche schreibt:

„Aus den Worten von Nihat Zeybekçi, dem Wirtschaftsminister der Türkei, hallt die „totale Finsternis“ wider, in die das Land gerissen ist:

‚Wir werden sie so hart bestrafen, dass sie flehen werden: ,Lasst uns sterben, damit wir erlöst werden!‘ Wir werden sie zwingen, uns anzuflehen. Wir werden sie in so tiefe Löcher werfen, dass sie kein Sonnenlicht mehr sehen, solange sie atmen. ,Tötet uns‘, werden sie uns anflehen. Selbst wenn wir sie hinrichteten, fände mein Herz keinen Frieden. Sie werden in zwei Quadratmeter großen Löchern sterben wie Kanalratten’.“23

In Malaysia wurden mehrere Angehörige der Gülen-Bewegung von der malaysischen Polizei verhaftet. Turgay Karaman, Leiter einer Gülen-nahen Schule, wurde auf dem Weg zu einem Geschäftstermin von der Polizei verhaftet. Am selben Tag wurde auch der türkische Unternehmer Ihsan Aslan festgenommen und der Türkei ausgehändigt. In der Türkei drohen ihnen unfaire Verfahren und anschließend Folter und Misshandlungen.24

Saudi-Arabien lieferte 16 Personen an die Türkei aus.25 Auch Myanmar übergab den Gülen-nahen türkischen Staatsbürger Muhammed Furkan Sökmen ohne triftigen Grund an die Türkei.26

Mehr als zwei Millionen BürgerInnen droht nach Kündigung und Suspendierung der soziale Tod. ProfessorInnen dürfen nicht einmal als Tankwart arbeiten. Das Ausmaß des Unrechts in Erdoğans „neuer Türkei“ hat längst Dimensionen erreicht, die mit Prinzipien eines demokratischen Rechtsstaats unvereinbar sind.

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